Berlin – Warschau – Mumbai. Zwei Kontinente, drei Metropolen, Millionen Träume. Die Großstadt flimmert. Sie schläft nicht. Sie ist ein Magnet. Sie gibt und fordert. Ihre Versprechen und Illusionen sind Ausgangspunkt des internationalen Projekts „The Promised City“, welches vom Goethe Institut in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Berlin realisiert wurde.

 

Bollywood oder die Suche nach dem Glück

Bollywood ist die größte Filmindustrie weltweit. Jedes Jahr werden in Indien 3,5- 4 Milliarden Kinotickets verkauft. Die Filme und das Leben der Stars sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und bieten eine Projektionsfläche für Träume, Illusionen und Wünsche. Jedoch nirgendwo ist die Diskrepanz zwischen Traum und Realität größer als hier, denn viele Inder leben am Existenzminimum und versuchen täglich das eigene Überleben zu sichern.

Mumbai ist ein Magnet für Menschen aus dem ganzen Land, die täglich von einem besseren Leben, von Reichtum und Ruhm träumen. Sogar aus Ländern wie England und den USA kommen junge Menschen indischer Abstammung, um ihr Glück in Bollywood zu finden. Für eine vermeintliche Chance sind sie bereit alles zu geben. Die Stars Bollywoods werden wie Helden verehrt. Menschenmassen harren über Stunden auf der Straße aus, nur um einen Blick auf ihren Star zu erhaschen. Sie drängen sie sich vor deren Häusern und an den öffentlichen Filmsets, wo Polizisten die euphorische Menge im Zaum zu halten versuchen .

Ein Leben als Star erscheint vielen Menschen verlockend, doch der Einstieg in das Filmgeschäft ist schwer. Es sind Tausende, die sich täglich auf den Castings in Mumbai tummeln und dort auf ihre Chance hoffen, als Schauspieler entdeckt zu werden. Täglich kämpfen sie mit der Angst vor dem Versagen, stürzen ab in die Untiefen des Selbstzweifels und kämpfen dennoch weiter. Für die meisten dieser Glücksucher bleibt die Karriere als Filmstar ein Lebenstraum ein Leben lang.