UPCOMING: BOOKLAUNCH AT THE DEICHTORHALLEN HAMBURG

 

I am very proud to be presenting my brandnew book on the 7th of December 2018 at 7 pm at the Deichtorhallen Hamburg. Come by and get your signed copy. I will be talking with Ingo Taubhorn about "Apples for Sale" and I hope to see you there!



I am extremely happy to announce my upcoming solo exhibition at FOAM Museum Amsterdam!

I am honoured to have received their FRV Scholarship and my work 'Apples for Sale' will be on display from the 2nd of November until the 16th of December 2018, curated by Hinde Haest. The opening is on the 1st of November, 5.30pm. And on the 3rd of November is the Museum Night in Amsterdam and the the museum will be opened from 7pm until 2am. I will give guided tours that night at 7.30, 8.30 and 9.30 pm. Please come and join if you happen to be in Amsterdam at the time! I am more than excited!




Apples for Sale wird vom 5. - 30.Oktober 2018 im Rahmen des International Photography Festivals Hong Kong im Goethe-Institut ausgestellt

Panel Discussion about the power of documentary photography, Goethe Gallery, Hong Kong Arts Center, 26th of October, 7pm

University Lecture at the Hong Kong Baptist University, 17th of October 2018, 5pm

Opening of the Exhibition Apples for Sale, Goethe-Institut Hong Kong, 5th of October, 7pm



Das Flüstern zwischen den PIXELN, Artikel über "Apples for Sale" in der Welt am Sonntag

"Ganz unten in der Nahrungskette der Globalisierung stehen Hunderttausende Indonesierinnen, die sich in Hongkong als Quasi-Sklavinnen verdingen. Die Fotografin Rebecca Sampson hat ihr Leben dokumentiert.

Neuschwanstein. Disneyland. Zigaretten. Bitches. Money. Hip-Hop. Gothic. Minirock. Lack. Leder. BDSM. Punk. Heavy Metal. Schönheitswettbewerb. Polizeispielchen. Hochzeit. Kindergeburtstag. Picknick. Liebe. Elend. Glück. Kitsch. Und Fisch, der in der Toilette geschabt wird.

Was ist da nur los, in diesem Hongkong, durch dessen Hafen keine Star Ferry kreuzt, das man nicht mit „Ahhs“ und „Ohhs“ vom Peak bewundert, nachdem man umzingelt von hundert anderen Touristen die Peak Tram hinaufgefahren ist, die historische Gipfelbahn mit den Holzsitzen, die sich umklappen lassen, je nachdem, ob die Fahrt nach oben oder nach unten geht. Es ist nicht das Hongkong der postmodernen Riesen-Malls, voller Apple-Stores und Leica-Läden und michelinsterngekrönter Dim-Sum-Restaurants. Nicht das der malerischen Wanderwege über den Dragon’s Back im Südosten der Insel, der Roof-Top-Bars von Tsim Sha Tsui und Absturzkneipen im Ausgehviertel Lan Kwai Fong. Rebecca Sampsons Blick ist kein touristischer. Er ist sogar ein anti-touristischer.

Vor 50 Jahren reiste Roland Barthes fasziniert durch Japan, nahm auf, was er sah und schickte es durch einen europäischen Bildprozessor. „Das Schauspiel der japanischen Straße“, schrieb er, „ (oder allgemeiner: des öffentlichen Raumes), das so erregend ist wie das Produkt einer jahrhundertealten Ästhetik, welche von jeglicher Vulgarität gereinigt ist, hängt nie von einer Theatralität (einer Hysterie) des Körpers ab.“ Mit anderen Worten: Barthes interessierte sich nicht für die Mächte, die Gewalten, die den Alltag strukturieren. Er genoss seine Oberfläche als zweckfreie, harmlose Inszenierung, „von jeglicher Vulgarität gereinigt“. Der fotografiebegeisterte Philosoph erlebte ein ätherisches Spiel harmloser Eleganz, ein Spektakel der Körperlosigkeit. Für Rebecca Sampsons Hongkong gilt das genaue Gegenteil. Barthes’ Satz passt genau auf ihr Projekt „Apples for Sale“ – wenn man ihn umdreht.

So sähe das Barthes’sche Negativ aus: Das Schauspiel der Hongkonger Straße, des öffentlichen Raums, das so erregend ist wie das Produkt einer kaum erfundenen Ästhetik, welche sich mit jeder Woche zugleich wiederholt und verjüngt und von jeglicher Vulgarität übervoll ist, hängt in jeder Sekunde von einer Theatralität (einer Hysterie) des Körpers ab.

Im Gegensatz zu Barthes, der sich eine Realität imaginiert, die es nur für den unbeteiligten, naiven Beobachter gibt, begegnet Sampson einer Inszenierung, die so dauerhaft ist, dass sie den Begriff von Alltag völlig durchdringt, bis die beiden eins sind. Diese sonntägliche Inszenierung der Hausmädchen von Hongkong ist unbekümmert eklektisch, als Requisiteure einer imaginären Existenz bedienen sich aus dem ganzen Fundus der Popkultur. Von dem Moment an, da sie sich lächelnd ihrem künftigen Sklavenhalter anpreisen, auf Reklametafeln in eigener Sache, die Hände vorgestreckt, damit man sehen kann, wie gesund sie sind, von diesem Moment an streben ihre Leben ins Immaterielle, ins Rechtlose, Unsichtbare, ins Unmenschliche sozusagen, in ein Exil, in dem man ihnen das Grundnahrungsmittel des Menschen verweigert, die Würde. Das Überraschende ist, dass die Opferrolle für sie offenbar nicht in Betracht kommt. Sie könnten wehklagen, sich an Kopf und Brust schlagen, verzagen. Sie machen das Gegenteil. Wenn sie schon ihr Schicksal nicht in die Hand nehmen können, weil davon andere abhängen, ihre Familien in Indonesien zum Beispiel, dann nehmen sie ihre Träume in die Hand, man möchte sagen, frohgemut. Über Motivationen schweigen Sampsons Bilder allerdings. Sie sind entschieden unpsychologisch. Man könnte sagen: Bei aller Intimität sind sie diskret.

In einem Text, der eine Szene schildert, wie Puppen, die als Kinderersatz dienen, herumgereicht werden, schreibt die Fotografin, als sie gefragt habe, ob die Frauen auch mit den Puppenkindern sprächen, sei sie ausgelacht worden – man sei schließlich nicht verrückt. Die Frauen gehen also nicht in ihren eigenen Inszenierungen auf, sie bleiben, auch wenn sie die Hauptrollen spielen, Regisseurinnen, mit einem wachen Blick von außen auf die Szene. Sampson schreibt, oft sei sie, während sie fotografierte, wiederum selbst fotografiert worden. Vielleicht war das nötig, um die Balance zu halten, die sowieso immer prekär ist.

Die Bilder, die hier zu sehen sind, wirken wahnsinnig stark. Die Gründe dafür dürften so vielfältig und letztlich unerklärlich sein, wie es der Kunst angemessen ist. Wenn sie sich gedanklich ausleuchten ließe wie mit Studio-Strahlern, wäre sie überflüssig. Unter den Geheimnissen, die die Bilder bewahren, ist das Vertrauen zwischen Fotografin und Fotografierten nicht das kleinste. Seine Entstehung ist eine Geschichte, die die Bilder zwischen den Pixeln flüsternd miterzählen. „Apples for Sale“ ist hochkomplexe Semiotik, eine angewandte Zeichentheorie, die alle Register zieht, eben von Neuschwanstein bis Prostituiertenstyle, von Punkrock bis Sklaventum, von Lesbier- bis Spießertum, dem grotesken Zerrbild einer intakten Kleinfamilie. Man hat den Eindruck, unser aller Leben sei darin aufgehoben, mit künstlerischer Unbestechlichkeit performt von Frauen, die in der Nahrungskette der Gegenwart ganz unten stehen."

Jan Küveler, Welt am Sonntag, 10.6.2018


Bericht über "Apples for Sale" und "gute aussichten - new positions" in der Landeszeitung Lüneburg, 9. Juli 2018

"Einmal die Woche, sonntags, tauchen Paradiesvögel in den Stadtparks von Hongkong auf: junge Frauen, knallbunt gekleidet, mit verwegenen Frisuren, ausstaffiert wie Manga-Heldinnen. Sie schminken sich wie Püppchen oder treten als androgyne Gestalten auf, stemmen Hanteln oder präsentieren sich als romantische Brautpaare, obwohl sie nicht lesbisch sind und schon gar nicht heiraten wollen: indonesische Hausmädchen, die ein paar Stunden frei haben und die kostbare Zeit nutzen, um den grauen engen Arbeitsalltag mit schillernden Selbstinszenierungen verdrängen. Rebecca Sampson hat sich diese skurrile Parallelwelt erschlossen, die frauen fotografiert, besucht, ein komplexes Kunstwerk mit dokumentarisch-journalistischen Elementen geschaffen. Ihre Arbeit gehört zu den "new positions", die im großen Saal der Kulturbäckerei vorgestellt werden. [...] Rebecca Sampson also zeigt als Hingucker eine Galerie von 16 indonesischen Frauen, alle in Kittelschürze und freundlich lächelnd: Bewerbungsfotos einer Agentur, die mit den Hausmädchen ein dickes Geschäft macht, nicht allzu weit entfernt vom Sklavenhandel. Die "Maids" haben kaum Rechte, schuften jahrelang in beengten Haushalten, schlafen auch schon mal auf der Waschmaschine. Wann dann sonntags passiert, in den Parks oder wo auch immer, gepostet auf Facebook, das hat Rebecca in einer Installation verdichtet, zu der auch Smartphones und ein Buch gehören: eine radikale Neudefinition der entwurzelten, meist muslimischen Frauen." [...]

Die Arbeit ist noch bis zum 5. August 2018 in der Kunsthalle Lüneburg zu sehen.


"Apples for Sale" wird vom 8. Juli bis zum 5. August 2018 in der Kunsthalle der Sparkassenstiftung Lüneburg zu Gast sein. Die Eröffnung findet am 8. Juli 2018 um 12:30 Uhr statt..

gute aussichten – junge deutsche fotografie: new positions mit neuen Arbeiten der Preisträger/innen:
Georg Brückmann, Nadja Bournonville, Monika Czosnowska, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Stefanie Schroeder und Anna Simone Wallinger.

Ich bin zur Eröffnung anwesend und gebe gerne eine Einführung in meine Arbeit.

KUNSTHALLE DER SPARKASSENSTIFTUNG LÜNEBURG
KulturBäckerei | Dorette-von-Stern-Str. 2 | 21337 Lüneburg
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 10-18 Uhr | Sa & So: 13–18 Uhr
www.kulturbäckerei.de


Mein Buch "Apples for Sale" bei der Triennale der Photographie in den Deichtorhallen / Haus der Photographie Hamburg

Vom 7. bis zum 17. Juni ist mein Buch "Apples for Sale" erneut in den Deichtorhallen / Haus der Photographie Hamburg zu Gast - dieses Mal im Rahmen der Dummy Award 2018 Ausstellung. Die nächsten Möglichkeiten mein Buch anzuschauen gibt es in Rom beim FotoLeggendo, 8. Juni bis 15. Juli und beim International Photography Festival Zagreb, 10. bis 15 September.


Come and hear me talk about my work at "Beyond the Ring" on the 21st of June 2018, 8:30 pm in Berlin

Beyond the Ring is an informal set of artists talks / presentations / performances by international artists based in Berlin and visiting artists passing through. They will take place in a studio in Walterstraße 30, Berlin Neukölln. ‘Beyond the Ring’ is there to provide the opportunity for people to meet and share their thoughts, ideas and work.

If you want to join, please RSVP Ethna at ethnarose@gmail.com

Beyond the Ring, Walterstraße, 3012051 Berlin

 


Exhibition Opening: Apples for Sale bei der "Langen Nacht der Wissenschaften" an der TU Berlin, 9. Juni 2018, 17:00 Uhr

Im Rahmen der "Lagen Nacht der Wissenschaften 2018" gibt es Auszüge meiner Arbeit "Apples for Sale" an der TU Berlin zu sehen. Herzlichen Dank an das "Center for Cultural Studies on Science and Technology in China" der TU Berlin für die wunderbare Kooperation!

Samstag, 9.Juni 2018, 17:00 bis 20:00 Uhr.

Technische Universität Berlin, Marchstraße 23 (Sekr. MAR 2.2), 2.OG Raum 2.032 - 2.035, 10623 Berlin
Führungen finden um 17:00 Uhr sowie um 18:00 Uhr statt.


"Apples for Sale" selected by Kassel Dummy Award as one of the best international book dummies 2018!

I am really excited that my book "Apples For Sale" has been selected for the Kassel Dummy Award 2018!

This year a total of 391 photobooks from 46 countries from all over the world, from Bangladesh to Norway, from Russia to Australia, from Japan to America, from China to Brazil were sent in to the 2018 KASSEL DUMMY AWARD.­

The 53 photobook dummies selected will be on display at PhotoIreland Festival in Dublin, Fotobookfestival in Kassel, Triennial of Photography in Hamburg, Istituto Europeo di Design in Madrid, FotoLeggendo Festival in Rome, Organ Vida - International Photography Festival in Zagreb, Museum für Angewandte Kunst in Cologne during the Internationale Photoszene Köln, International Photography Symposium in Nida, Aarhus Photobook Week, Zentralbibliothek im Kulturpalast in Dresden and The Tokyo Art Book Fair.

For more information check out their website here.


"Apples for Sale" at the Photobook Festival Kassel, documenta Halle


Ausführliches Interview über meine Arbeit "Apples for Sale" mit emotion Magazin

"Weibliche Hausangestellte in Hongkong leben isoliert unter höchst unwürdigen Umständen - und eine ganze Stadt schaut dabei zu. Die Fotografin Rebecca Sampson hat dieser Parallelgesellschaft in ihrem Fotoprojekt "Apples for Sale" ein Gesicht gegeben.

300.000 weibliche Hausangestellte leben laut dem HKSAR Census and Statistics Departement in Hongkong. Jeder dritte Haushalt beschäftigt ein solches Dienstmädchen. Ein Großteil dieser Frauen stammt aus Indonesien. Weit weg von ihrer Heimat und ihren Familien finden sich viele von ihnen als Migranten zweiter Klasse wieder - in einem Leben geprägt von Einsamkeit und massiver Ausbeutung.

Die Berliner Fotografin Rebecca Sampson beleuchtet in ihrer Fotostrecke "Apples for Sale" diese Missstände. Ihre Arbeit setzt sich mit dem Gegensatz auseinander zwischen dem uniformen Alltagskorsett, in das die Hausangestellten von ihren Arbeitgebern gezwängt werden, und dem Bedürfnis der jungen Frauen nach Liebe, Anerkennung und der Möglichkeit, ihre Individualität ausleben zu können. Wir haben mit Rebecca Sampson über ihre Arbeit gesprochen."

Zum vollständigen Interview geht es hier.



"Apples for Sale" im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg Januar 2018


Berichterstattung über "Apples for Sale" in der Zeit

Herzlichen Dank an Jenny Hoch für ihre Geschichte über "gute aussichten DELUXE" in der aktuellen ZEIT mit der schönen Headline "Game of Phones. Mit Scharfsinn und Handy: Junge Fotokünstler überzeugen in den Deichtorhallen."

..."Die Fotografin Rebecca Sampson hingegen wollte in Hongkong den Alltag indonesischer Hausmädchen festhalten, die dort unter sklavereiähnlichen Bedingungen schuften. Doch weil sie merkte, dass sie mit der Kamera allein den skandalösen Umständen nicht gerecht werden konnte, ergänzte sie ihre Fotos mit den Facebook-Einträgen der Mädchen auf diversen Smartphones. Auf ihnen wird eine Sehnsuchtswelt deutlich, denn in den sozialen Netzwerken präsentieren sich die jungen Frauen ganz anders: stark, unangepasst und mit wechselnden Geschlechtsidentitäten.

Nichts ist, wie es scheint. Das ist eine der vielen Entdeckungen, die man machen kann in dieser Schau."

Die Zeit, Februar 2018


Berichterstattung über "gute aussichten-deluxe" im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg

"Die Berlinerin Rebecca Sampson, Jahrgang 1984, hingegen hat sich in einer fast wissenschaftlichen Herangehensweise mit der prekären Existenz indonesischer Hausmädchen in Hongkong beschäftigt. Die unwürdige Lage der jungen Frauen, die häufig auf schmalen Matratzen neben der Waschmaschine schlafen müssen und in ihrer spärlichen Freizeit ein Parallelleben auf Facebook führen, untersucht Sampson in verschiedenen Medien."  Peter Comes, Pinneberger Tageblatt, 1.2.2018


Interview mit dem Goethe-Institut Zypern

Sehen Sie Parallelen zwischen dem Leben der Hausmädchen in Hongkong und in Zypern – oder vielleicht weltweit?

Die Ausgangssituation, die Frauen dazu bringt ihre Familien zurück zu lassen, um Geld im Ausland als Arbeitsmigrantinnen zu verdienen, ist weltweit sehr ähnlich. Die Umstände, denen sie dann vor Ort ausgesetzt sind unterscheiden sich mitunter stark. Diskriminierung, Geringschätzung, Schutzlosigkeit und Ausbeutung sind sicherlich für fast alle Hausangestellten an der Tagesordnung. In Hongkong, der aktuell teuersten Stadt der Welt, kommt ein extremer Platzmangel hinzu. Viele der Frauen müssen auf schmalen Matten neben der Waschmaschine oder im Flur schlafen. Wer Glück hat, schläft in einer fensterlosen drei Quadratmeter Kammer. Im arabischen Raum ist die Lage für Hausangestellte am prekärsten...

Zum vollständigen Interview geht es hier.


Exhibition Opening Apples for Sale at the Goethe Institute in Cyprus

Another opportunity to see my new work Apples for Sale will be at the beautiful Goethe Institute in Cyprus, located in the UN buffer zone of Nikosia. The opening is on the 10th of February 2018, 6 pm.

Goethe Institue Cyprus, 21 Markou Drakou, 1102 Nikosia


Exhibition opening gute aussichten - DELUXE and The Long Night of Photography at Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg, Germany 25th of January 2018, 7 pm

I am happy to announce that my new work Apples for Sale will be on display for the first time in Germany as part of the international exhibition series gute aussichten- deluxe in Hamburg, Haus der Photographie Deichtorhallen. After the exhibition opening there will be an exciting progam lasting until midnight and filled with presentations and artist talks. You can find detailed information about the program here. Stop by and say hello - I would love to see you there!

Apples for Sale is about Indonesian maids living and working in Hong Kong under precarious circumstances as second-class migrants in a parallel female subculture. Its focus lies on the contrast between the uniform everyday constraints they experience in the households of their employers and the young women’s desire to lead a meaningful existence and explore their own individuality.


Herzlichen Dank an die Robert Bosch Stiftung und das Literarische Colloquium Berlin!

Die Recherche für das Projekt Apples for Sale wurde im Rahmen des Programms Grenzgänger China – Deutschland der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin gefördert.

The extensive research for the project Apples for Sale was funded by the Robert Bosch Stiftung in cooperation with the Literarisches Colloquium Berlin and within the context of the program Grenzgänger China – Deutschland.


Auszug aus dem Artikel "Anders sehen" über meine Serie Aussehnsucht, Potsdamer Neueste Nachrichten

"Ein Satz aus dem Gespräch mit Rebecca Sampson schwingt noch lange nach. Sie erzählt von ihren Fotoaufnahmen in Bad Oeynhausen und wie sie die Porträts den Frauen und Männern zeigt. Da bricht eine Frau beim Betrachten ihrer Bilder in Tränen aus und sagt: „Ich wusste nicht, dass ich so schön bin.“ [...] Dann erzählt Rebecca Sampson von diesen Krankheiten. Von den Vorurteilen und Klischees, die noch immer so stark sind. Dass es nicht hilft, zu einem Mensch, der viel zu dick ist, zu sagen, er soll weniger essen. Oder gar, dass er selbst schuld daran sei. „Wenn da einer drei Torten am Tag isst, weiß er, dass das falsch ist. Aber er kann nicht anders.“ Sie erzählt von den Magersüchtigen, für die jedes Gramm weniger ein Sieg ist. Von Bulimikern, die irgendwann nur noch Wasser trinken, um einen Brechreiz zu erzwingen. Sie erzählt vom ständigen Blick der Magersüchtigen in den Spiegel. Und das nur ein einziger gegessener Keks innerhalb von einer halben Minute das Selbstbild im Spiegel massiv verändern kann. Rebecca Sampson spricht nicht vorwurfsvoll oder anklagend. Sie spricht ganz sachlich. Aber mit einer Eindringlichkeit, die einen einfach nur zuhören lässt. Und man staunt, wie viel man von ihr in nur einer halben Stunde lernen kann. Es gab heftige Momente bei den Fotoaufnahmen. Immer dann, wenn bei einigen plötzlich die Gefühle ausbrachen. Rebecca Sampson spricht von einem regelrechten Auseinanderbrechen. Denn diese Essstörungen seien oft Ausdruck einer tiefen seelischen Verletzung. Und es folgt ein Rückzug, bei dem eine Gefühlsschicht von der nächsten überlagert wird. Bis alles verkrustet. All das hat sie festgehalten. Diese heftigen, aber auch die stillen Momente. Und wer durch Rebecca Sampsons Bilder auf die Welt schaut, sieht anders. Wahrhaftiger möchte man sagen. Weil da so viel Vertrauen und Verstehen, so viel Ehrlichkeit und Schönheit zu finden ist."

Herzlichen Dank an den Autor Dirk Becker. Erschienen am 29.10.2011



Auszug aus dem Artikel "Was zählt ist die Geschichte" über meine Serie Aussehnsucht, General Anzeiger Bonn

"Mit eindringlichen Porträt-Bildern erzählt die 26-jährige Berliner Fotografin Rebecca Sampson von den Qualen und Träumen von Menschen, die durch Ess-störungen zu gesellschaftlichen Außenseitern geworden sind. Gemeinsames Leid verbindet die 49 Patienten, die Sampson drei Wochen lang während einer klinischen Behandlung mit der Kamera begleitet hat. Wichtiger als das visualisierte Krankheitsbild war der Fotografin jeweils die besondere Person: "Was zählt, ist die Geschichte" sagt Sampson. Ihre Serie "AUSSEHNSUCHT" wurde nun zusammen mit sieben anderen Arbeiten aus deutschen Hochschulen im Wettbewerb "gute aussichten-junge deutsche fotografie 2010/2011" prämiert und ist in einer gemeinsamen Ausstellung bis zum 27. Februar in den Hamburger Deichtorhallen erstmals zu sehen.

Rebecca Sampson thematisiert unaufdringlich und anders als gewohnt ein aktuelles Problem: Menschen mit Ess-Störungen werden in unserer Gesellschaft meist ignoriert, marginalisiert oder plakativ illustriert, aber selten in ihren seelischen Nöten wirklich beachtet. Dabei leben weltweit allein eine Milliarde Männer, Frauen und Kinder mit starkem Übergewicht.

Die Abgründe und Gefahren, die hinter derartigen psychosozialen Störungen liegen, hat die junge Fotografin vor nicht allzu langer Zeit selbst erfahren. Auch sie wurde wegen Magersucht therapiert. Ihren Leidensgenossen näherte sie sich deshalb behutsam und ließ sie selbst entscheiden, inwieweit diese Einblick in die eigenen seelischen Probleme gewähren wollten. Diese Strategie war ein Gewinn: Der Respekt vor der Person verhalf den Bildern zu Stärke und Authentizität."

Herzlichen Dank an die Autorin Ulla Fölsing. Erschienen am 13.02.2011


Interview mit dem SZ-Magazin über meine Serie Licht und Schatten

SZ-Magazin: St. Pauli, Deutschland, Türkei – die Fußballspieler auf Ihren Fotos tragen ganz unterschiedliche Trikots. Wie kommt diese Mischung zustande?

Rebecca Sampson: Mein Fotoprojekt war eine Langzeitarbeit zum Thema Blindenfußball. Dafür habe ich verschiedene Fußballspiele fotografiert und Mannschaften begleitet. Darunter waren Freundschafts- und Bundesligaspiele, ebenso wie Länderspiele zwischen Nationalmannschaften.    

Was unterscheidet Blindenfußball vom konventionellen Spiel? Ganz grundsätzlich: Der Ball hat eine Glocke, das Spielfeld ist kleiner und von Banden umgeben und auf dem Feld sind pro Mannschaft neben vier blinden Spielern ein sehender Torwart. Um miteinander zu kommunizieren wird viel gerufen - von den Spielern selbst, sowie vom sehenden Trainer am Spielfeldrand, der das Spiel dirigiert - was Blindenfußball wahnsinnig aufregend und spannend macht. Während des Spiels kann es natürlich auch mal recht brutal zugehen, wenn zwei Spieler mit voller Wucht ineinander laufen. Blinde sind fähig, tollen Fußball zu spielen, sowie ein normales Leben zu führen. Leider werden sie im Alltag oft mit den Vorurteilen und Ängsten ihres Umfeldes konfrontiert, während ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten häufig übersehen werden.

Link zum vollständigen Interview


Interview mit Spiegel Online über meine Serie AUSSEHNSUCHT

"Rebecca Sampson, 26, ist eine der Preisträgerinnen von "Gute Aussichten - Junge deutsche Fotografie", einem der bedeutendsten Wettbewerbe für junge Fotografen. Sie hat die Ostkreuzschule für Fotografie besucht und arbeitet heute als freie Fotografin in Berlin. Ihre Abschlussarbeit "Aussehnsucht", und die der anderen sieben Preisträger, ist noch bis zum 27. Februar in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Danach zieht die Ausstellung weiter nach Stuttgart und Washington DC.

Rebecca Sampson fotografierte für ihre Abschlussarbeit Essgestörte, sie gewann damit einen angesehenen Wettbewerb. Im Interview erzählt die 26-Jährige von ihren eigenen Erfahrungen - und warum Passanten sie bei der Arbeit beschimpften."

Link zum vollständigen Interview



Auszug aus dem Artikel "Langsame Bildsucher" über die Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg, Süddeutsche Zeitung, Feuilleton

"Es ist eine wunderbare Paradoxie der Dokumentarfotografie, dass sie durch Distanz Nähe herzustellen vermag. Die Dreieinigkeit aus zeitlicher, räumlicher und persönlicher Distanz, die der Fotograf zwischen Aufnahme und Präsentation herstellt, erlaubt dem Betrachter ein Interesse für andere Menschen ohne emotionale Komplikationen. Obwohl dieser Voyeurismus frei von Verlegenheit ist, entbindet die Darstellung den Fotografen nicht von einem sensiblen Umgang. Schock, Effekt, plakative Inszenierungen rauben dem Bild des Menschen leicht die Würde, machen ihn zu einem Objekt ohne Geheimnis. Gerade beim Thema "Essstörungen" ist die drastische Darstellung von verhungerten oder fetten Körpern die vordringlich verwendete Strategie, obwohl sie vermutlich weniger aufklärend als denunzierend wirkt.

Die Fotografin Rebecca Sampson hatte einst selbst mit Essstörungen zu kämpfen, was es schwierig hätte machen können, die nötige Distanz zum Gegenstand herzustellen. Doch offensichtlich erlaubte ihr die persönliche Erfahrung genau das Zwischenreich zu treffen, wo Anteilnahme und Abstand zu Intensität führen. Für ihre Porträtserie "Aussehnsucht - When emotions fall silent" mit 49 Patienten einer Fachklinik, die sie jetzt im Rahmen der Ausstellungsreihe "Gute Aussichten - Junge deutsche Fotografie" in den Hamburger Deichtorhallen zeigt, rückte sie den Menschen mit der Kamera so nah, wie man es im Alltag als Überschreiten der Privatsphäre empfinden müsste.

Ein Mädchen mit blutunterlaufenen Augen blickt durchdringend von unten in die Kamera; eine Frau mit vielen Narben - Folgen von Selbstverletzungen - schaut scheinbar gelassen; Tränen fließen; Bäume werden umarmt; Menschen kauern nah an Wänden. Die Fotografien liefern eine Ahnung der Ängste, die hier wirken. Und vermittelt durch das trennende Medium gewinnen diese Menschen, die verzweifelt um Normalität kämpfen, Individualität und Geschichte. Denn Sampson illustriert kein Problem, indem sie kranke Körper abbildet, sie zeigt Persönlichkeit, bis es "weh tut".

Dass Sampson auf dieser Talentplattform für Absolventen von Fotografieschulen, die zum siebten Mal stattfindet, so heraussticht liegt auch am Faible für Abstraktionen ihrer Mit-Preisträger."

Herzlichen Dank an den Autor Till Briegleb. Erschienen am 26.1.2011



Interview mit dem Magazin Korso Info über meine Serie AUSSEHNSUCHT

Seelenbilder: Interview mit der Fotografin Rebecca Sampson, 2014

Mit dem Projekt „Aussehnsucht“ wurde Rebecca Sampson 2011 Preisträgerin des Wettbewerbs Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie. In dieser Ausstellung zeigt die Fotografin Bilder von Menschen, die an einer Essstörung leiden. Sie kehrte dafür in die Klinik am Korso zurück, in der sie früher selbst behandelt wurde.

Warum wollten Sie gerade das Thema Essstörungen fotografisch umsetzen?

Das hat einen persönlichen Hintergrund, da ich als Jugendliche selber betroffen war und an Magersucht litt. Es war mir ein großes Bedürfnis, einen neuen Blick auf das Thema Essstörungen zu werfen. Ich wollte dem Betrachter mit meinen Bildern einen intimeren und ehrlicheren Blick hinter diese Fassade ermöglichen, als dies in den Medien häufig der Fall ist.

Was macht diesen anderen Blick aus?

Die Darstellung in den Medien ist meist sehr körperorientiert. Da werden häufig Bilder von ausgemergelten Mädchen gezeigt. Dabei ist der Körper lediglich Symptom der Erkrankung, der Ursprung liegt vielmehr in den Seelen der Betroffenen. Deshalb wollte ich, die Gefühlswelt der Betroffenen sichtbar machen anstatt nur die Körperlichkeit zu zeigen.

Sie haben in Ihrer Arbeit nicht nur Magersüchtige, sondern auch bulimische und adipöse Patienten fotografiert.

Ich habe keinerlei Unterschied zwischen den einzelnen Krankheitsbildern gemacht. Mich hat schon immer sehr gestört, dass die verschiedenen Essstörungen in der Gesellschaft unterschiedlich akzeptiert und auch von den Medien unterschiedlich transportiert werden. So werden die Übergewichtigen gerne als dumm und willenlos abgestempelt, nach dem Motto „die sind selbst schuld, dass sie dick sind“. Ganz anders die Magersüchtigen, die sehr viel Unterstützung erhalten und manchmal sogar bewundert werden.

Wie sind die Fotos genau entstanden?

Ich habe die Patienten dazu aufgefordert, zu visualisieren, wie es ihnen gerade geht. Das heißt: An welchem Punkt der Entwicklung stehe ich, wie fühlt sich das an und wenn ich für dieses Gefühl eine Farbe, einen Ort, ein Bild finden müsste, wie könnte das aussehen? Ist es dunkel, ist es leer, sind da viele Menschen? Wir sind den jeweiligen Gefühlen gefolgt und haben versucht den Ort zu finden, der so aussieht wie das innere Bild.

Das heißt, die Betroffenen haben ihr eigenes Foto mitgestaltet?

Definitiv. Ich habe wirklich keinerlei Vorgaben gemacht, das Projekt war absolut offen. Für viele war auch völlig klar, wo sie fotografiert werden wollten. So hieß es zum Beispiel: Mein Lieblingsort ist der kleine See im Kurpark. Da müssen wir hin, denn da bin ich am liebsten, wenn ich alleine bin und mich nicht gut fühle. Oder: Auf dem Klinikspaziergang laufen wir immer an so einem Baum vorbei, der gefällt mir besonders gut. Das heißt kein Bild ähnelt einem anderen Bild.

Wie war die Bereitschaft der Betroffenen an Ihrem Fotoprojekt mitzumachen?

Die Bereitschaft der Betroffenen war unglaublich. Ich bin davon ausgegangen, dass ich vielleicht 5 bis 6 Menschen finde, die Lust haben, an dem Projekt teilzunehmen, zumal ich aus eigener Erfahrung weiß, dass viele essgestörte Menschen eine verzerrte Selbstwahrnehmung haben, sich in ihrer Haut nicht wohl fühlen, unglücklich sind und im Zweifelsfall eigentlich gar nicht fotografiert werden möchten. Dass es dann 49 waren, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Anscheinend gibt es ein großes Bedürfnis der Betroffenen, ihre Gefühle mitzuteilen und sich im wahrsten Sinne des Wortes zu zeigen.

Und am Ende auch dahinter stehen zu können: Guck mal, das bin ich und das habe ich getan! Das erfüllt die Betroffenen auch mit sehr viel Stolz. Viele Bilder sind in der Öffentlichkeit entstanden, in zum Teil extremen Situationen. Da muss man auch erst einmal jemanden finden, der sagt: Ich möchte gerne in einem Brunnen in der Fußgängerzone von Bad Oyenhausen schwimmen. Ich komme damit klar, dass die Leute da stehen und mit dem Finger auf mich zeigen. In so einer Situation wackelt selbst ein sehr gefestigter Mensch.

Weit mehr als ein Fotoprojekt, oder?

Es war auf jeden Fall eine sehr intensive Zusammenarbeit, die vielen Betroffenen eine ganz neue Sicht auf sich selbst ermöglicht hat. Deutlich wurde das vor allem bei der gemeinsamen Durchsicht des Fotomaterials. Da kamen Sätze wie: Oh mein Gott, ich wusste nicht, dass ich so schön bin oder das kann ich nicht sein, so dünn bin ich niemals. Häufig hat man eine Idee von sich im Kopf und dann sieht man etwas, was man so nicht erwartet hat. Gerade bei adipösen Patienten habe ich beobachtet, dass sie reglerecht positiv geschockt waren.

Was möchten Sie den Menschen, die an einer Essstörung leiden mit auf den Weg geben?

Ich möchte selbst ein Vorbild sein und zeigen, dass man wieder glücklich werden kann, ganz normal und gesund. Diejenigen, die es schaffen gesund zu werden, verschwinden meist von der Bildfläche. Man trifft deshalb selten jemanden, der sagt: Man kann das schaffen, es lohnt sich zu kämpfen. Alleine dafür in die Klinik zurück zu kommen, war mir ein Bedürfnis.

Dürfen wir auf eine Weiterführung des Projektes hoffen?

Im November letzten Jahres war ich erneut in der Klinik und habe fotografiert. Ich wollte noch mehr verschiedene Charaktere gewinnen, deshalb habe ich mir Mühe gegeben, auch sehr untypische Patienten zu suchen, zum Beispiel was die Altersklasse angeht. So habe ich auch viele Frauen zwischen 40 und 60 gewinnen können. Die Bilder sind allerdings noch in der Ausarbeitung. Ich bin sehr gespannt, doch mehr verrate ich jetzt nicht.